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Giro d’Austria / Alto Adige – Etappenübersicht

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In Flüelen UR starteten wir unsere diesjährige Sommertour. Mit dem Klausenpass stand gleich zu Beginn ein ordentlicher Anstieg auf dem Programm. Wie geplant fuhren wir in den nächsten Etappen via Ricken ins Toggenburg und runter in die Rheinebene, von dort über die Grenze nach Feldkirch. Durch das Montafon erradelten wir auf der Silvretta Hochalpenstrasse die Bielerhöhe und genossen die rasante Abfahrt durch das herrliche Paznaun. Der obere Teil über Galtür bis Ischgl präsentierte sich besonders schön und eindrücklich.

Von Landeck aus fuhren wir nach Innsbruck. Da das Wetter nicht mitspielte, entschieden wir uns gegen die Fahrt über Kühtai und wählten den direkten Weg auf dem Innradweg. Via Jenbach zogen wir ins Zillertal bis Zell. Am folgenden Tag fuhren wir über den Gerlospass in den Pinzgau bis Bruck nahe Zell am See.

Stausee Durlassboden am GerlospassStausee Durlassboden am Gerlospass

Die Königsetappe bildete die Fahrt über die Grossglockner Hochalpenstrasse mit ihrem höchsten Punkt Hochtor auf 2504 m über Meer. Der Aufstieg war lang und zäh, aber der Ausblick auf den Grossglockner und die anschliessende Abfahrt ins Mölltal nach Heiligenblut liessen die Strapazen schnell wieder vergessen.

Hochtor, Grossglockner Hochalpenstrasse
Hochtor, Grossglockner Hochalpenstrasse

Die Strecke von Heiligenblut führte uns durch das friedliche, obere Mölltal bis runter nach Winklern bevor wir über den Islisberg nach Lienz gelangten. Von dort führte uns der Drauradweg bis nach Toblach ins Pustertal. Stetig ansteigend, aber immer exlusiv auf Radwegen und somit fernab des motorisierten Verkehrs.

Unsere ursprüngliche Routenplanung durch die Dolomiten mussten wir aufgrund der instabilen Wetterlage ändern. Von Toblach aus starteten wir nach auf dem stillgelegten Bahntrassee der Dolomitenbahn nach Cortina d’Ampezzo und bekamen so wenigstens einen kleinen Geschmack der schroffen und wilden Dolomiten. Unterwegs hatten wir einen eindrücklichen Blick auf die der Zinnen (Tre Cime di Lavaredo). Nach dem Scheitelpunkt Cimabanche führt die gute Schotterpiste durch mehrere alte Bahntunnels hinunter nach Cortina. Für die nächsten zwei Tage sollte diese Strecke das einsame Highlight bleiben.

Blick über den Dürrensee auf den Monte Cristallo

Statt Falzarego und Valparola oder Sellajoch hiessen die nächsten Punkte Bruneck und Vahrner See. Denn schweren Herzens entschlossen wir uns, die einfache und bedeutend unattraktivere Variante, via Bruneck, Brixen nach Bozen zu fahren. Das Val di Fassa und Val di Fiemme liessen wir uns allerdings nicht nehmen. Obwohl die Einfahrt ins Eggental zum Karerpass und somit ins Val di Fassa von Bozen her nur über einen Tunnel möglich war, entschieden wir uns für diese Variante. Die Strapazen im Auto- und Motorradverkehr lohnten sich aber auf jeden Fall. Bereits auf dem letzten Abschnitt Richtung Karerpass erblickten wir das grossartige Massiv des Latemars, oben auf der Passhöhe erweiterte sich das Panorama um die Rosengartengruppe. Die Abfahrt nach Pozza di Fassa war ein gelungener Abschluss des Tages.

Val di Fiemme, Trentino
Val di Fiemme, Trentino

Durch das Val di Fassa und das angrenzende Val di Fiemme fuhren wir an verschiedenen bekannten Stätten aus der nordischen Skiwelt vorbei; das allerdings bei sehr sommerlichen Temperaturen. Von San Lugano nach Auer legten wir einen grossen Teil der Strecke auf dem zum Radweg ausgebauten Trassee der ehemaligen Fleimstalbahn. Mit der Fahrt über Kaltern am Kalternsee umfuhren wir Bozen.

Vom Val di Fiemme via San Lugano nach Auer
Vom Val di Fiemme via San Lugano nach Auer

Zum Abschluss unserer diesjährigen Radreise durchfuhren wir den Vinschgau und gelangten via Ofenpass ins Engadin. Mit dem Albulapass überquerten wir auch an unserem letzten Tag einen eindrücklichen Pass.

Ofenpass, Nationalpark
Ofenpass, Nationalpark

Albulapass
Albulapass

Fakten

# von – nach km Höhenmeter Passübergang
01 Flüelen UR – Weesen 74.1 1964 Klausenpass (1948 m)
02 Weesen – Wildhaus 56.8 1072 Ricken (780 m)
03 Wildhaus – Gaschurn (A) 86.1 695
04 Gaschurn – Landeck 74.7 1279 Silvretta Hochalpenstrasse / Bielerhöhe (2037 m)
05 Landeck – Weer 108.9 498
06 Weer – Zell am Ziller 52.6 159
07 Zell am Ziller – Bruck 75.5 1414 Gerlospass (1628 m)
08 Bruck – Heiligenblut 53.9 2007 Grossglockner Hochalpenstrasse / Hochtor (2504 m)
09 Heiligenblut – Toblach (I) 98.5 1202
10 Toblach – Cortina d’Ampezzo – Toblach 59.3 748 Cimabanche (1529 m)
11 Toblach – Vahrner See 70.6 708
12 Vahrner See – Leifers 61.0 272
13 Leifers – Pozza di Fassa 62.7 1939 Karerpass / Passo di Costalunga (1753 m)
14 Pozza di Fassa – Terlan / Vilpiano 100.9 995
15 Terlan / Vilpiano – Müstair (CH) 87.1 1276
16 Müstair – Madulain 59.1 1595 Ofenpass (2149 m)
17 Madulain – Tiefencastel 41.5 838 Albulapass (2312 m)

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